Post SV Nürnberg e.V. Frauen- und Mädchenfußball

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Post SV Nürnberg I gegen SpVgg Erlangen
3 4

Spielinformationen

Liga: Bezirksoberliga 2013
Datum: Sonntag, 06 Oktober 2013
Zeit: 15:00 Uhr


Spielbericht

Bei herrlichem Herbstwetter und besten Bedingungen war alles gerichtet. Am Ende bleibt ein denkwürdiges Spiel, indem erneut die Gastmannschaft die Punkte vom Ebensee entführt.

 

Voll besetzter Kader, eine positiv verlaufene Trainingswoche und ein bis unter die Haarspitzen motiviertes Team. So starteten die Post SV Frauen am Sonntag den 06.10.2013 um 15 Uhr in das Spiel gegen die Spielvereinigung Erlangen. Aggressives Pressing von Beginn an war die Vorgabe für den Gastgeber. Allerdings wirkte das Team des Post SV in der Anfangsphase eher pomadig. Meist  einen Schritt zu spät, eher reagierend anstatt agierend. So war es nicht überraschend, dass die erste Chance in der sechsten Minute auf Seiten des Aufsteigers aus Erlangen zu verzeichnen war. Nach überstandener Anfangsviertelstunde kam das Team des Post SV besser ins Spiel. Dennoch kam erneut der Gast zu einer guten Gelegenheit, nachdem die neu formierte Abwehr des Post SV um Libera Sandra Skerwiderski nicht final klären konnte. Der stramme Schuss der Gästestürmerin, die nicht lange fackelte, ging knapp über das Gehäuse des Post SV. Durchpusten!

In der 24. Minute machte sich, zur Freude des Trainerteams, die Trainingsarbeit der vergangenen Woche bezahlt. Alex Harbowy, die letzte Saison noch das Trikot des Gastes trug und sicher einen nicht unbedeutenden Anteil am Aufstieg hatte, verlängert im Mittelfeld per Kopf auf die lauernde Nadin Eichhorn. Dass Nadin nach Ihrer langen Verletzungspause in der Vorbereitung wieder auf bestem Weg zu alter Stärke ist, beweist die folgende Aktion: In unnachahmlicher Weise setzt Sie Ihre Athletik ein und sich im Sprintduell auf der rechten Angriffsseite wunderbar durch und zieht Richtung Tor. Auch beim Abschluss bleibt sie eiskalt und schiebt den Ball zum großen Jubel aller Postler  zur sicher glücklichen Führung überlegt ins lange Eck.

Die Gäste ließen sich von dem Nackenschlag nicht entmutigen. Bereits vier Minuten später spritzt eine Erlangerin in ein unpräzises Zuspiel der Post-Abwehrreihe. Allerdings fehlt auch hier noch die Präzision und der Ball streicht knapp am Pfosten vorbei. Die nächste erwähnenswerte Szene gehört dann wieder der Heimmannschaft. Ein Freistoß aus halblinker Position, getreten von Denise Lämmermann, verfehlt das Gehäuse ebenfalls knapp. Allerdings können die Postler in dieser Phase mehr Druck entwickeln und das Spielgeschehen besser kontrollieren. Clara Bader, ein ständiger Unruheherd auf der linken Außenbahn und aktuell im Post – Spiel nur schwer zu ersetzen, tankt sich zum wiederholten Mal in höchstem Tempo bis zur Torlinie durch. Ihren Abschluss kann die Spieli-Abwehr nicht aus der Gefahrenzone bringen und die in dieser Situation sehr aufmerksame Denise Lämmermann staubt cool zum 2:0 ab.

Fazit zur Pause: „ Nicht überlegen gespielt – dafür endlich einmal eine gute Chancenverwertung“

Die Aufforderung ans Team war erneut, mit Anpfiff aggressiv zu pressen, den Gegner zu doppeln, um so die Entscheidung herbeizuführen. Allerdings dauerte es wiederum einige Minuten, bis die Postlerinnen ins Spiel fanden.

 

Erneut Denise Lämmermann war es, die die im Nachhinein betrachtet, wohl die spielentscheidende Szene einleitete. Die schnelle und technisch versierte Stürmerin setzt sich auf Rechts durch, zieht in den Strafraum und passt uneigennützig an der herauseilenden Gästekeeperin vorbei und  auf die unermüdliche Clara Bader quer.  Den Torschrei bereits auf den Lippen landet der Ball allerdings neben dem leeren Gehäuse. Post macht dennoch weiter Druck und kontrolliert das Geschehen. Zu diesem Zeitpunkt sieht die Heimmannschaft wie der sichere Sieger aus. Sarah Enßlin, die erstmals in der defensiven Schaltzentrale neben der Kapitänin Ines Rudel  auflief, fasst sich nur wenige Minuten später ein Herz. Ihr Schuss landet in der 56. Spielminute am Außenpfosten. Das erste Lebenszeichen der SpVgg Erlangen dann in Minute 58. Der bis dahin souverän leitende Schiedsrichter entschied auf Freistoß für den Gast. Anne Engler, die Keeperin des Post SV konnte den Ball gerade noch parieren. Die Defensive des Post SV ließ allerdings die erforderliche Unterstützung Ihrer Keeperin vermissen. Vier  Gästeangreiferinnen und keine Postverteidigerin. Somit war es ein leichtes, den Abpraller zum Anschlusstreffer für die Spieli einzunetzen.

Im weiteren Spielverlauf kippte das Geschehen. Post agierte zögerlich und ängstlich. Die Spielvereinigung hingegen strahlte die Zuversicht und den Glauben, dass hier noch etwas zu holen war, aus. In Minute 70 war es schließlich ein Eckball, der zum Ausgleich führte. Der in den 5er getretene Ball konnte nicht geklärt werden. Die Gästestürmerin nickte per Kopf aus kurzer Distanz, unhaltbar für die Keeperin, zum Ausgleich ein.  Der Nackenschläge noch nicht genug, nutzt die Spieli bereits eine Minute später erneute Unordnung der Heimmannschaft. Am Elfmeterpunkt frei zum Schuss kommend, fackelt die Gästestürmerin nicht lange.  Der trockene Schuss landet im linken Eck. Das Spiel war komplett gedreht.

Gespannt durfte man nun auf die Reaktion des jungen Post-Teams sein. Zunächst sah es nicht danach aus, als könnte man sich noch einmal von dem Dreifach-Schlag innerhalb weniger Minuten erholen. Einen Freistoß in Minute 73 parierte Anne Engler souverän. Nur eine Minute später grätscht Libera Skerwiderski ihre Gegenspielerin fast schon auf Höhe der Torauslinie übermotiviert um. Der Schiedsrichter verlegte das klare Faulspiel in den Strafraum und entschied auf Strafstoß. Post schöpfte neue Hoffnung, als es auch der Spieli nicht gelingt, den Sack zuzumachen. Der Elfmeter fliegt übers Gehäuse.  Vier Minuten später erarbeite sich das Post-Team einen Eckstoß.  Ines Rudel, Käpitänin und Antreiber, schnappt sich den Ball. Den gefährlich getretenen Eckstoß wuchtet Alex Harbowy  gegen den Innenpfosten. Von dort findet der Ball den Weg zum 3:3 Ausgleich in die Maschen. Der Jubel war erneut riesig und Post wollte mehr. In der 80. Minute ist es wieder Ines Rudel, die diesmal mit einem Freistoß aus 25 Metern für Gefahr sorgt. Eine gefällige Ballstafette schließt Denise Lämmermann nur zwei Minuten später mit links ab, obwohl sie durch einen klaren Kontakt Ihrer Abwehrspielerin aus dem Rhythmus gebracht wurde. Über einen Strafstoßpfiff hätte sich der Gast in dieser Szene sicher nicht beschweren können. So pariert die Torhüterin den Abschluss aus spitzem Winkel. Auf der anderen Seite findet ein Distanzschuss aus 25 Meter drei Minuten vor Spielende zum Entsetzen aller Weiß-Blauen den Weg unter die Latte.

Wütend und verzweifelt aber nicht zwingend genug stemmt sich das Post-Team gegen die Niederlage. Der traurige Schlusspunkt bleibt der eingewechselten Nina Ruckriegel vorbehalten. Sie wird im  gegnerischen Strafraum zweifelhaft zu Fall gebracht. Der erhoffte Pfiff des Schiedsrichters bleibt allerdings aus. Endstand 3:4.

 

Fazit:  Ein Spiel, in dem Post SV alle Gesichter gezeigt hat und die Schlüsselszenen nicht für sich entscheiden konnte. Der Sieg des Nachbarn aus Erlangen ist nicht unverdient, weil das Team trotz eines 0:2 Rückstands nie aufgesteckt hat. Glaube versetzt Berge – genau das sollte Post mit ins nächste Spiel nehmen!

Startaufstellung


Auswechslungen

(54.)Ausgewechselt Laura PollackEingewechselt Nina Ruckriegel
(74.)Ausgewechselt Stefanie FröhlichEingewechselt Kristina Fleischmann

Ereignisse

(5.) media/com_joomleague/event_icons/goal_1316636408.pngPost SV Nürnberg I : Nadin Eichhorn
(11.) media/com_joomleague/event_icons/goal_1316636408.pngPost SV Nürnberg I : Denise Lämmermann
(60.) media/com_joomleague/event_icons/goal_1316636408.pngSpVgg Erlangen
(70.) media/com_joomleague/event_icons/goal_1316636408.pngSpVgg Erlangen
(72.) media/com_joomleague/event_icons/goal_1316636408.pngSpVgg Erlangen
(79.) media/com_joomleague/event_icons/goal_1316636408.pngPost SV Nürnberg I : Alexandria Harbowy
(87.) media/com_joomleague/event_icons/goal_1316636408.pngSpVgg Erlangen